BERNBURG/MZ - „Gute Freunde muss man haben...“ heißt es. An diesem Spruch ist was dran. Sonst würden Andreas und Birgit Schmidt wohl nicht an der MZ-Radpartie am 24. Juni teilnehmen.
Ein solcher Freund hat sie nämlich dazu überredet. Oder besser: Er hat sie davon überzeugt. Christoph Hornickel, so der Name des Freundes, sei ein „Pedalritter“ der ersten Stunde, erzählt Birgit Schmidt. Das heißt, er ist seit der ersten Radpartie dabei. „Er hat uns davon vorgeschwärmt, wie super organisiert die Touren immer sind“, sagt die Bernburgerin. Die Pausen seien gut gewählt und nebenbei würde man nette Leute kennenlernen, habe er ihnen erzählt.
Überzeugt hat die Schmidts aber auch die diesjährige Strecke, die zum großen Teil südlich von Halle entlang führt. „Die Ecke kennen wir noch nicht“, bemerkt Andreas Schmidt. Dabei haben er und seine Frau die Radpartie auch in den vergangenen Jahren schon in der Zeitung verfolgt. Haben sich dabei sogar Anregungen für eigene Radtouren geholt. Mitgefahren sind sie aber noch nie. „Ich bin schon mal gespannt, was uns erwartet“, sagt Birgit Schmidt voller Vorfreude. Dabei dürfte die 61 Kilometer Strecke, für die sich Schmidts entschieden haben, kein Problem sein, denn die beiden 50-Jährigen sind geübte Radfahrer. Für Kindergartenleiterin Birgit Schmidt ist das Veloziped sogar das liebste und wichtigste Fortbewegungsmittel. Sie fährt damit nicht nur zur Arbeit, sondern erledigt auch sonst alle Wege in der Stadt nur radelnd. „Da bin ich schneller als mit dem Auto“, sagt sie pragmatisch. Auch ihr Mann ist früher oft mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Doch heute habe er immer so viel zu transportieren, dass er dafür das Auto benötigt, erzählt der Heilpädagoge, der in der Frühförderung mit Kindern arbeitet.
Die Fahrräder sind auch nahezu in jedem Urlaub dabei. Mit dem Fahrrad könne man die Gegend ganz anders entdecken als mit dem Auto, sagen sie. Etwa die Ostsee. „Da kann man wunderbar Fahrrad fahren“, versichert Birgit Schmidt. Aber auch die Region lässt sich auf diese Weise entdecken. Im vergangenen Jahr beispielsweise sind sie um die Goitzsche in Bitterfeld geradelt. Und jeden Mittwoch treffen sich Schmidts mit eben jenem Freund, der sie zur Radpartie überredet hat, und fahren eine Runde an der Saale entlang bis Gröna. Auf dem Rückweg halten sie dann regelmäßig an der Ausflugsgaststätte „Reimanns“. Dann genehmigen sich die Radler ein Radler und ein Fischbrötchen.
Auch sonst unternehmen sie mit ihren Freunden viel an der frischen Luft, Wandern gehört dazu. Bei so viel regelmäßiger Bewegung hätten die vier Freunde sicher auch die „Maxitour“ über 81 Kilometer geschafft, aber sie wollen die Fahrt genießen und sich nicht „abstrampeln“. „Es geht uns nicht um den sportlichen Aspekt. Wir fahren mit, weil wir etwas sehen wollen“, erläutert Andreas Schmidt diese Entscheidung.