Bloß keine Panne mehr

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ASELEBEN/MZ - Ohne sein Fahrrad kann Volkmar Stolp aus Aseleben nicht mehr. Seit vier Jahren ist der 59-Jährige dreimal die Woche abends unterwegs. Immer um die 25 Kilometer. „Ich mache das der Gesundheit zuliebe. Seit ich regelmäßig Rad fahre, habe ich keinen Bluthochdruck mehr“, sagt er stolz.

Bei so viel Radbegeisterung lag es nahe, dass er im Vorjahr zusammen mit zwei Freunden, Uwe Werner und Andreas Röder, an der MZRadpartie teilnahm. Sie hatten sich die große Tour vorgenommen. Aber nach zehn Kilometern war alles aus. „Meinem Kumpel Uwe ist der Reifen geplatzt, da ging nichts mehr“, erzählt Stolp. Da so schnell kein neuer Reifen zur Hand war, mussten die drei mühsam selber flicken. Damit war die Radpartie aber schon so gut wie vorbei. „Wir haben den Anschluss verloren und sind dann nur noch die mittlere Tour mitgeradelt.“

Grund genug für Stolp, es dieses Jahr wieder zu versuchen. Am 24. Juni nimmt er mit Werner und Röder an der MZ-Radpartie teil. Die drei wollen erneut die große Tour machen, die diesmal von der Peißnitz aus über Schkopau, den Geiseltalsee und Teutschenthal zurück zur Peißnitz führt. Insgesamt 81 Kilometer auf dem Fahrrad. Das ist etwa die Strecke zwischen Eisleben und Leipzig. Für Stolp und seine Begleiter ist das aber kein Problem. Nicht nur, dass er im Training steckt. Er hat auch schon mehrmals an dem 24-Stunden-Rennen rund um den Süßen See teilgenommen. Mittlerweile hat er das aber aufgegeben. „In der Nacht fährst du dann an deinem Haus vorbei, wo deine Frau schläft, und du strampelst dir einen ab.“ Diese Situation sei ihm so skurril und irrwitzig vorgekommen, dass er nicht mehr mitgefahren ist.

Stolp, der eine Spedition und Reifenwerkstatt in Angersdorf betreibt, fährt aber auch auf seinem Fahrrad in Urlaub. Zusammen mit einem Freund macht er so genannte Flusstouren. Dabei fahren sie mehrere hundert Kilometer einen Flusslauf ab. „In sechs Tagen sind wir die Elbe von Bad Schandau bis Hamburg entlanggeradelt“, erzählt Stolp. Auch die Saale, die Unstrut und die Bode sind sie schon abgefahren. Dabei sei die Saale die schwerste Tour, gerade mit den zwei Talsperren. Jeden Tag fahren die beiden bei so einer Flusstour etwa 100 Kilometer. Abends wird dann in einem Gasthof übernachtet, gut gegessen und das ein oder andere Bier getrunken. „Nach den ersten hundert Kilometern tut der Hintern weh“, berichtet Stolp von den Schattenseiten der Touren. Für die MZ-Radpartie hat er einen großen Wunsch: „Ich will dieses Jahr keine Panne mehr miterleben.“