MZ-Radpartie
MZ-Radpartie

Spät­zün­der

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Ein bisschen verrückt ist er schon. Fahrrad-verrückt. Richard Hubl aus Teutschenthal (Saalekreis) muss selber lachen, wenn er von seinen Touren berichtet. Zweimal pro Woche fährt er mit einer Gruppe quer durchs Land, an anderen Tagen alleine. "Unter hundert Kilometern hole ich das Rad gar nicht erst raus", sagt der 74-Jährige. Einmal im Jahr geht es drei Wochen auf dem Rad quer durch Deutschland. Alleine, denn für solche Strecken findet er keinen Mitfahrer. Seine Frau ohnehin nicht, aber Hubl ist froh, dass sie ihn fahren lässt. Wie dem auch sei, mehr als 10 000 Kilometer kommen im Jahr zusammen. Dabei hat der ehemalige Schichtleiter in der Alufin GmbH erst mit 63 Jahren angefangen, sich für das Radfahren zu begeistern. Motivation? Er wolle sich beweisen, dass er das schaffe, sagt Hubel.
Am 19. Juni wird er zum zehnten Mal an der MZ-Radpartie teilnehmen, er hat also keine Tour verpasst. Natürlich fährt er auf der längsten Strecke. "Am Anfang war es Neugier", sagt er. Die Organisation, die tollen Strecken, die kulturelle Zugabe - das Gesamtpaket habe ihn begeistert. Aber er strampelt an diesem Tag nicht um Bestzeiten. "Wir sollten uns Zeit nehmen, mal absteigen und auf unsere Heimat schauen", sagt der sportliche Senior. Ein See oder ein Tal mit Fluss zum Beispiel sei doch ein herrlicher Anblick.
Wer mit Richard Hubl die Heimat vom Fahrrad aus entdecken will, kann sich noch bis zum 21. Mai zur MZ-Radpartie anmelden. Vier unterschiedlich lange Strecken stehen zur Auswahl. Start und Ziel sind in Halle auf dem Gelände des Medienhauses der Mitteldeutschen Zeitung.