MZ-Radpartie
MZ-Radpartie

In sechs Wochen fit für die MZ-​Rad­par­tie

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VON LUTZ WÜRBACH
In gut sechs Wochen startet die neunte MZ-Radpartie. Wer vielleicht noch unschlüssig ist, weil er an seiner Kondition zweifelt, muss keine Bange haben. Bis zum Termin am 28. Juni können sich auch noch Anfänger die nötige Fitness holen. Das gilt umso mehr für Hobbyfahrer, die während des Winterhalbjahres nicht auf dem Fahrrad gesessen haben und nun befürchten, nicht rechtzeitig in Tritt zu kommen. Nach den Worten des Trainingsexperten Kuno Hottenrott, Professor an der Martin-Luther-Universität in Halle, schafft ein gesunder Mensch in der Regel die 40 Kilometer der Familientour auch ohne Vorbereitung. Zumal ja kein Rennen gefahren wird und jeder Teilnehmer somit sein eigenen Tempo bestimmen kann. Wer dennoch seiner Fitness nicht traut oder unter Umständen eine der beiden längeren Strecken in Angriff nehmen will, hat noch genug Zeit, sich vorzubereiten. Fit in sechs Wochen - das ist laut Hottenrott kein Problem. Und so sieht sein Trainingsplan für die nächsten Wochen aus:
1. Woche: An zwei oder drei Tagen sollte zum Beispiel nach Feierabend etwa 45 Minuten mit dem Rad gefahren werden. Die Strecken sind eher flach, die Trittfrequenz liegt bei 80 bis 90 Umdrehungen pro Minute. Wichtig ist zunächst, ein Gefühl für das Fahrrad zu bekommen, um sicher fahren zu können. Die erste Woche endet mit einer Tour, die eineinhalb bis zwei Stunden dauern sollte.
2. Woche: Zwei bis drei Touren über 45 bis 75 Minuten sind fällig. Es sollte dann schon etwas zügiger gefahren werden, Berge müssen noch nicht sein. Am Wochenende wird eine längere Strecke in Angriff genommen, zwei Stunden Fahrzeit mit Pause sind denkbar.
3. Woche: Sie dient der Erholung, die Belastung wird reduziert. Zwei kleinere Touren reichen: eine einstündige in der Woche und am Wochenende eine über zwei bis drei Stunden.
4. Woche: Nach der ruhigen Woche steigt die Belastung wieder an. Zwei Fahrten von drei Stunden Dauer sind fällig. Sinnvoll ist es, sich dafür ein lohnendes Fahrziel zu wählen, um am Ende ein Erfolgserlebnis zu haben.
5. Woche: Es tritt sich nun schon viel leichter in die Pedalen. Das Tempo sollte jetzt zügiger sein, es darf auch mal einen etwas größeren Berg hinauf gefahren werden. Tempowechsel während der Touren sind gut für die Weiterentwicklung der Kondition. Am Wochenende steht dann wieder eine längere Tour auf dem Programm. Auch hier gilt: Pausen machen und sich ein schönes Erlebnis schaffen.
6. Woche: Unter der Woche noch zwei kürzere Touren, die letzte am Donnerstag vor der MZ-Radpartie, die Belastung muss aber nicht weiter steigen.
Wer nach der MZ-Radpartie sein sportliches Niveau halten will, kommt mit zweimal Training pro Woche aus. Hottenrott empfiehlt eine einstündige zügige Tour und eine langsamere über zwei Stunden.